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Bewilligungspflichtige Bauten

Für welche Bauvorhaben benötigen Sie eine Baubewilligung

Wer ober- und unterirdische Bauten und Anlagen errichten oder ändern will, hat vor Baubeginn beim Gemeinderat eine Baubewilligung einzuholen. Dies gilt insbesondere für

  • Erstellung neuer Bauten und Anlagen
  • Änderungen an bestehenden Bauten und Anlagen
  • Nutzungsänderungen von Bauten und Anlagen
  • Veränderungen der Fassaden in Gestaltung und Farbe
  • Verkehrsanlagen (Strassen, Wege etc.)
  • Bauten und Anlagen im Bereich von Gewässern, sofern nicht ein separates Projektauflage- und Genehmigungsverfahren durchgeführt wird
  • Mauern und Einfriedungen (z.B. Gartenzäune etc.), sofern diese das gewachsenen Terrain um 1.5 Meter übersteigen
  • Aufschüttungen und Abgrabungen von mehr als 1,5 m

Folgende Bauvorhaben benötigen keine Baubewilligung:

  • Von der Baubewilligungspflicht ausgenommen sind Bauten und Anlagen oder Änderungen derselben, für die nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge kein Interesse der Öffentlichkeit oder der Nachbarn besteht, die Übereinstimmung mit den öffentlich-rechtlichen Bau- und Nutzungsvorschriften vorgängig zu kontrollieren.
     
  • Keiner Baubewilligung bedürfen in der Regel
     
    a.   der Gebäudehülle und der Umgebung angepasste Parabolantenne bis zu 0,6m Durchmesser sowie den gleichen Anforderungen genügende, nicht reflektierende Solaranlage bis zu 10m2 Fläche, ausser in ortsbildgeschützten Gebieten oder an inventarisierten, schützenwerten Gebäuden,
    b.   direkt auf dem Boden aufgestellte Parabolantennen und Solaranlagen bis zu 10 m2 Fläche,
    c.   bis zu zwei höchstens je 0,8 m2 grosse Dachflächenfenster pro Hauptdachfläche ausser in ortsbildgeschützten Gebieten oder an inventarisierten, schützenwerten Gebäuden,
    d.   nicht gewerblichen Zwecken dienende bauliche Anlagen der Garten- oder Aussenraumgestaltung wie Gartenwege und -treppen, Sitzplatzbefestigungen, Sandkästen und Planschbecken für Kinder, Feuerstellen und Gartencheminées, Brunnen, Teiche, künstlerische Plastiken, Fahnenmasten, Ställen oder Gehege für einzelne Kleintiere,
    e.   Mauern und Einfriedungen bis 1,5 m Höhe ab gewachsenem Terrain,
    f.   Terrainveränderungen wie Böschungen, Abgrabungen und Aufschüttungen bis 1,5 m Höhe ab gewachsenem Terrain, welche nicht mehr als 150 m3 umfassen, innerhalb der Bauzone.
    g.   Kleinstbauvorhaben wie Treib- und Gartenhäuschen mit maximal 4 m2 Grundfläche, Werkzeugtruhen, einzelne Automaten,
    h.   Fahrnisbauten wie Festhütten, Zirkuszelte, Tribünen sowie Materiallager bis zu einer Dauer von höchstens einem Monat,
    i.   das Abstellen einzelner Wohnmobile, Wohnwagen oder Boote während der Nichtbetriebszeit auf bestehenden privaten Abstellflächen, sofern und solange ausreichend Abstellplätze für Motorfahrzeuge übrig bleiben und weder Umgebung noch Aussenbereiche erheblich beeinträchtigt werden.

Baubewilligungsverfahren
Um den unterschiedlichen Baugesuchen Rechnung zu tragen, sieht des Planungs- und Baugesetz (PBG) verschiedene Arten von Baubewilligungsverfahren vor. Neben dem ordentlichen Verfahren kennt das PBG für Bauvorhaben von untergeordneter Bedeutung das vereinfachte Baubewilligungsverfahren vor.

Für Abbrucharbeiten besteht sogar nur ein Anzeigeverfahren.
 

7. Aussteckung
Projekte für neue Bauten und Anlagen und für bauliche Massnahmen, welche die äussere Form einer Baute oder Anlage verändern, sind spätestens am Tag der Einreichung des Baugesuches so auszustecken, dass daraus der gesamte Umfang der Baute oder Anlage leicht ersichtlich ist. Dabei ist die Höhe des Erdgeschossbodens (oberkant) zu kennzeichnen. Zusammen mit der öffentlichen Bekanntmachung soll das Baugespann ermöglichen, dass jedermann, der durch ein bestimmtes Bauvorhaben in seinen Interessen beeinträchtigt werden könnte, sich über das Projekt genau orientieren kann, um allfällige Einwirkungen auf die nähere oder weitere Umgebung beurteilen und nötigenfalls Einwendungen gegen das Projekt vorbringen zu können. Das Baugespann darf bis zur rechtskräftigen Erledigung des Baugesuches im Beschwerdefall bis zu dessen Erledigung nicht beseitigt werden. Der Gemeinderat, bzw. die Instruktionsinstanz im Beschwerdeverfahren, kann die vorzeitige Beseitigung gestatten, wenn der Stand des Bewilligungsverfahrens- bzw. Beschwerdeverfahrens es erlaubt.

8. Öffentliche Bekanntmachung
Die Baubehörde macht das Vorhaben den Anstössern im Umkreis von 25 m öffentlich bekannt. Den interessierten Amtsstellen und der Beratungsstelle für behindertengerechtes Bauen wird eine Mitteilung gemacht. Wer nachbarliche Ansprüche aufgrund des PBG wahrnehmen will, muss beim Gemeinderat innert 20 Tagen nach der öffentlichen Bekanntmachung öffentlich-rechtliche und privatrechtliche Einsprache erheben.

9. Bewilligung
Nach Ablauf der Einsprachefrist und nach Vorliegen der für die Erteilung einer Baubewilligung unerlässlichen Sonderbewilligungen entscheidet der Gemeinderat über das Baugesuch und die öffentlich-rechtlichen Einsprachen.